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Klettern: Warnung vor "Sauschwänzen"
Nach Kletterunfällen warnen Alpin-Experten von ÖBRD Tirol und Kuratorium für alpine Sicherheit nun alle Kletterer. Bei so genannten „Sauschwänzen“gibt es große Gefahren, wenn sie zum Abseilen verwendet werden.

Dringende Warnung – kein Abseilen mehr an „Sauschwänzen“  !
Diese Stahlbügel sind ursprünglich als Umlenk-Punkte für Top-Rope-Sicherungen konstruiert worden.
Sie sollten künftig ausschließlich für diesen Zweck verwendet werden – und NICHT zum Abseilen.

sauschwanz01 / x23
Wenn nämlich beim Abseilen zwischendurch das Seil entlastet und/oder dessen Position seitlich verändert wird, dann drohen Abstürze! Im „Sauschwanz“ kann das elastische Bergseil bei Entlastung relativ leicht nach oben hin herausrutschen. Das haben neueste Tests der Tiroler Bergrettung (ÖBRD Tirol) und des Kuratoriums für alpine Sicherheit (KURASI) gezeigt.  Einige schwere Unfälle beim Abseilen könnten auf diese Zusammenhänge zurückzuführen sein. „Sauschwänze“ sind seit Jahren in ganz Europa bei Sportkletterrouten weit verbreitet und beliebt. Andreas Würtele vom KURASI und Peter Veider vom ÖBRD Tirol haben in den letzten Tagen eine Vielzahl von Seilversuchen an normgerecht montierten „Sauschwänzen“ durchgeführt. Fazit und dringende Empfehlung:  NICHT MEHR ABSEILEN VON SOLCHEN PUNKTEN!

sauschwanz02 / sauschwanz02_fotopeterveider
Was kann geschehen?
Wenn das Abseilen unterbrochen wird, wenn Kletterer zwischendurch auf Podesten in der Wand stehenbleiben und das Seil entlasten, wenn sie die Lage des Seils seitlich verändern wollen und  ruckartige Bewegungen damit machen: Dann „springt“ das Seil in vielen Fällen aus dem „Sauschwanz“, zumindest aus einer der beiden Ösen. Dieses Phänomen war bei den Tests kein Einzelfall. 

Ausbildungschef Peter Veider von der Tiroler Bergrettung empfiehlt als Sofortmaßnahme dringend, dass „Sauschwänze“ nicht mehr zum Abseilen verwendet werden: „Tausende tun das bisher.“ Veider rät dringend, dass künftig wieder auf die klassischen Abseilringe zurückgegriffen werden sollte.  Für Top-Rope-Sicherungen und passives Abseilen (über Top-Rope) empfehlen die Experten, dass bei Sauschwänzen ab sofort immer redundante Zweitsicherungen über Expressschlingen oder Ball-Lock-Karabiner eingebaut werden sollten.

sauschwanz03 / sauschwanz_fotopeterveider
Bericht in tirol.ORF.at

Bericht in salzburg.ORF.at 

Radio Tirol berichtet (MP3)

Radio Salzburg berichtet  (MP3)

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